Irrungen, Wirrungen
Inhaltsangabe
Der Roman »Irrungen, Wirrungen« von Theodor Fontane aus dem Jahr 1888 handelt von der Liebe zwischen dem Adeligen Baron Botho von Rienäcker und der Schneidergesellin Magdalene Nimptsch, die aufgrund des Standesunterschiedes der beiden niemals in Erfüllung gehen kann. Die Handlung spielt in Berlin Ende des 19. Jahrhunderts.
Magdalene Nimptsch, von allen nur liebevoll Lene genannt, lebt mit ihrer Pflegemutter in einem kleinen Haus in Berlin. Während des Sommers macht Lene im Park eine Segelpartie mit und wird von dem Baron Botho von Rienäcker und dessen Freund gerettet, als das Boot zu kentern droht. Als der Baron Lene anbietet, diese nach Hause zu begleiten, merken beide schnell, dass sie voneinander angetan sind.
In den darauffolgenden Wochen lernen sich die beiden immer näher kennen und verlieben sich ineinander. Da nur Lenes Mutter und ihre Freundin, die Nachbarin Frau Dörr, über die Liebesbeziehung der beiden Bescheid wissen, treffen sich Botho und Lene mehrmals wöchentlich in deren Wohnung oder suchen verschiedene Pensionen auf. Botho ist sehr verliebt in Lene und schwärmt über eine gemeinsame Zukunft, doch Lene weiß, dass ihre Liebe wohl nie öffentlich gemacht werden kann, da Botho adelig ist und sie selbst aus dem bürgerlichen Stand kommt.
Eines Tages wird Botho per Brief zu seinem Onkel Kurt Anton von Osten gebeten. Es geht um die bevorstehende Hochzeit zwischen Botho und seiner reichen Cousine Käthe von Sellenthin, durch die sich die finanzielle Lage der Familie von Rienäcker verbessern soll. Auf Drängen seiner Mutter hin, willigt Botho schließlich in die Hochzeit mit Käthe ein.
Er teilt Lene das Ende ihrer Beziehung in einem Brief mit. Da Lene ihre Situation immer realistisch einschätzen konnte, hat sie eine dauerhafte Beziehung mit Botho nie erwartet und reagiert mit Verständnis auf die Trennung.
Bald darauf heiratet Botho seine Cousine Käthe. Schnell wird deutlich, dass diese Ehe nur dem Zweck entspricht. Der Baron merkt bereits früh, dass seine Frau eine oberflächliche Person ist und er sie niemals so lieben wird wie Lene.
Eines Tages sieht Lene Botho zufällig mit seiner Frau auf der Straße spazieren gehen. Daraufhin beschließt sie aus dem Stadtviertel wegzuziehen, denn sie kann es nicht ertragen ihren ehemaligen Geliebten mit seiner Frau zu sehen. Nach dem Umzug lernt Lene den Fabrikmeister Gideon Franke kennen. Nachdem dieser Lene einen Heiratsantrag gemacht hat, erzählt sie ihm von Botho. Obwohl er nun die Wahrheit kennt, ist Gideon bereit Lene zu heiraten, sucht jedoch Botho in dessen Wohnung auf, um sich die gemeinsame Geschichte der beiden bestätigen zu lassen. Bei diesem Besuch erfährt der Baron vom Tod der Frau Nimptsch.
Kurz darauf sucht er das Grab auf, um Blumen niederzulegen, und fängt an, in Erinnerungen an Lene zu schwelgen. Daraufhin verbrennt er Lenes Briefe und Blumen, doch auch diese Geste kann die Erinnerung an seine Geliebte nicht verschwinden lassen. Bothos Erkenntnis kommt jedoch zu spät. Als er die Hochzeitsanzeige zu Lenes und Gideon Hochzeit sieht, kann er sich die Bemerkung, dass Gideon besser sei als er selbst, nicht verkneifen.
Der Roman »Irrungen, Wirrungen« zeigt ein beliebtes Motiv der Literatur auf, nämlich das der unglücklichen Liebe und der Standesunterschiede. Vor allem die damit verbundenen Regeln und Konventionen, die es nicht zu durchbrechen galt, werden in diesem Roman deutlich. Es siegt am Ende die Vernunft über das Herz, denn sowohl Lene als auch Botho wissen, dass ihre Liebe niemals Bestand haben kann.
Kommentare
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20 Kommentare zur Inhaltsangabe »Irrungen, Wirrungen«
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Diese Zusammenfassung von »Irrungen, Wirrungen« gibt dir einen Überblick über die Handlung des Werkes von Theodor Fontane.
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Vielen lieben Dank für diese Inhaltsangabe!
Ich sitze gerade an den Abiturvorbereitungen für meinen Deutsch Leistungskurs und fass mir momentan Inhalt und Personen zusammen, da war deine Inhaltsangabe sehr hilfreich! Nicht zu ausschweifend und trotzdem keine wichtigen Details ausgelassen, deine Inhaltsangabe trifft es wirklich auf den Punkt. Ein Tipp: was eventuell noch mit rein könnte ist der Ausflug zu “Hankels Ablage”, zumindest mal in zwei Sätzen erwähnt :)
ich finde dieses buch echt kopliziert, und es sind auch so viele Fehler enthalten wie zu Beispiel: Kuß oder daß
Dieses Buch ist eine Kopie von romio und Julia
Die beschriebenen “Fehler” sind keine (Bspl.: “Kuß”). Meistens wird die ursprüngliche Rechtschreibung der Autoren (teilweise) beibehalten, um möglicherweise eine gewisse Authentizität zu gewährleisten. Dies kommt aber auch auf die Version des Buches an.
Also erstmal zu den unteren Kommentaren: Fontanes Stil ist das absolut einfachste und durchsichtigste, was mir bis jetzt im Leistungskurs untergekommen ist.
Die Zusammenfassung gefällt mir gut: sie ist präzise und prägnant, genau richtig zur Abivorbereitung, wenn man Irrungen, Wirrungen nicht unbedingt noch einmal lesen möchte.
Zur Verbesserung: Kommasetzung. Es fehlen eine Menge Kommas vor “um zu” Infinitiven und Infinitivgruppen.
lg
Hallo und ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar! Die Kommafehler habe ich sofort korrigiert.
Endlich hab ichs verstanden!! So kompliziert ist das geschrieben und so einfach ist es hier erklärt :)
Gibt es eigentlich Leute, die freiwillig Fontane lesen?
Diese Zusammenfassung ist echt gut gelungen, sodass ich allein von der bemerkenswerten schönen Schreibweise noch eine Gänsehaut habe, vor allem das Ende verdeutlich die missliche Lage der beiden Hauptcharaktere.
—-> Einfach genial :)
Der Zeitkritische Aspekt, den Fontane äußert könnte man noch erwähnen, sowie den kurzen Ausflug (Die zwei Boote “Forelle” und ?”Hoffnung”?), der große Bedeutung hat. Sonst ist es eine schöne kompakte Zusammenfassung um z.B. eine zeitliche Einordnung zu schreiben.
Das ist ziemlich schlecht geschrieben. Einiges ist total oberflächlich und nicht richtig gelesen worden …
Dann schreib doch eine bessere =] anstatt diese nur zu bemängeln!
Sehr schön geschrieben ;)
Entschuldigung wegen dem grausamen Deutsch eben…. Also, um es nochmal anständig auszudrücken:
Wenn es eine Weile her ist, dass man “Irrungen, Wirrungen” gelesen hat, findet man durch diese Inhaltsangabe wieder sehr gut in das Werk hinein.
So, das war schon besser….
Die Inhaltsangabe bringt einen aber wenigstens wieder rein, wenn es schon wieder ne weile her ist, als man die gelesen hat….
@Nancy: Hankels Ablage, wenn ich korrigieren darf.
Du hast da oben was verwechselt. =)
Bothos Mutter hat ebenfalls (wie der Onkel) einen Brief geschrieben und ihn mit diesem unter Druck gesetzt.
Ich erwähne das nur noch, weil der Brief ziemlich wichtig ist, da Botho wegen der “Drohungen” seiner Mutter Lene schließlich verlässt.
Liebe Grüße, Tanja
es wissen auch der alte “Dörr” und Hans von der Beziehung zwischen Lene und Botho…und auch seine Freunde (Pitt u. Serge mit Leutnant Wedell) sprechen zumindestens von jemandem (Anspielung auf weiße Dame)
…außerdem treffen sie sich nicht in mehreren Pensionen sondern nur in einer in Hangers Ablage, da treffen übrigens auch Bothos Freunde (mit ihren)auf die beiden…also so geheim war es dann doch nicht…
Hallo Nancy,
besten Dank für deine wichtigen Hinweise!
Erst einmal, ist Lene nicht die Tochter von Frau Nimptsch. Lene ist eine Waise.
Das sollte in einer Inhaltsangabe nicht fehlen.
Hallo Vincent, vielen Dank für deinen Hinweis.
Es ist richtig, dass Frau Nimptsch nicht die Mutter, sondern die Pflegemutter von Lene ist.