Die Rezeptionsgeschichte von »Momo« zeigt, dass das Werk seit seiner Veröffentlichung kontinuierlich positive Resonanz erfahren hat und durch verschiedene Adaptionen und Neuinterpretationen in unterschiedlichen Medien präsent geblieben ist.
»Momo« erhielt bereits im Folgejahr 1974 den Deutschen Jugendliteraturpreis, was auf eine positive Resonanz sowohl bei Kritiker:innen als auch bei Leser:innen hindeutet (vgl. michaelende.de). Der Roman wurde für seine tiefgründige Auseinandersetzung mit Themen wie Zeit und Gesellschaft gelobt.
Im Laufe der Jahre wurde »Momo« mehrfach adaptiert. 1986 entstand eine deutsch-italienische Verfilmung unter der Regie von Johannes Schaaf, in der Michael Ende selbst eine kleine Rolle übernahm. Diese Adaption war kommerziell erfolgreich und erreichte in Westdeutschland über zwei Millionen Zuschauer (vgl. Hocke & Neumahr, 2007).
Die Rezeption von »Momo« hat sich im Laufe der Zeit durchaus weiterentwickelt. Während der Roman ursprünglich als Kinderbuch konzipiert war, wird er heute oft als Werk betrachtet, das sowohl für Kinder als auch für Erwachsene relevante Botschaften enthält. Die Themen des Buches, insbesondere die Kritik an der Beschleunigung der Gesellschaft und dem Verlust von zwischenmenschlicher Kommunikation, sind nach wie vor aktuell und sprechen ein breites Publikum an.