Sibylle Berg, geboren 1962, ist eine deutsch-schweizerische Kolumnistin, Romanschriftstellerin und Theaterautorin. In ihren Texten beschreibt sie bissig und scharfzüngig die Befindlichkeiten deutscher Durchschnittsmänner und -frauen, ihre Alltags- und Beziehungsprobleme, Ängste und Sehnsüchte. Sibylle Berg erhielt den Marburger Literaturpreis und den Wolfgang-Koeppen-Preis. Ihre Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Sie ist verheiratet, lebt in Zürich und hat die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen.

Biografie

Sibylle Berg, geboren 1962, ist eine deutsch-schweizerische Kolumnistin, Romanschriftstellerin und Theaterautorin. In ihren Texten beschreibt sie bissig und scharfzüngig die Befindlichkeiten deutscher Durchschnittsmänner und -frauen, ihre Alltags- und Beziehungsprobleme, Ängste und Sehnsüchte. Sibylle Berg erhielt den Marburger Literaturpreis und den Wolfgang-Koeppen-Preis. Ihre Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Sie ist verheiratet, lebt in Zürich und hat die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen.

Jugend und Ausbildung

Sibylle Berg wurde am 2. Juni 1962 in Weimar geboren, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Ihr Vater war Musikprofessor, ihre Mutter Bibliothekarin. Nach der Schulzeit machte sie eine Ausbildung zur Puppenspielerin und arbeitete am Naumburger Puppentheater. 1984 wurde ihr Ausreiseantrag aus der DDR bewilligt.

Zunächst lebte sie in West-Berlin. In Verscio (Kanton Locarno) im Tessin machte sie einen dreimonatigen Schauspielkurs an der Scuola Teatro Dimitri. Von Berlin aus ging sie anschließend nach Hamburg und verdiente dort ihren Lebensunterhalt mit verschiedenen Gelegenheitsjobs. Parallel dazu begann sie mit der journalistischen und schriftstellerischen Arbeit. Sie veröffentlichte Magazinbeiträge und Reportagen und schrieb eine Kolumne für das »Zeit Magazin«.

Romanwerk

1997 konnte Sibylle Berg ihren Romanerstling »Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot« im Leipziger Reclam Verlag unterbringen. Bis heute wurde das Buch rund 400.000 mal verkauft. In den folgenden Jahren folgten weitere Romane in wechselnden Verlagshäusern. Ihr jüngstes Werk ist der Eheroman »Der Tag, an dem meine Frau einen Mann fand«, der 2015 bei Carl Hanser erschien.

Theaterarbeit

Kurz nach seinem Erscheinen schrieb Sibylle Berg ihren ersten Roman zu einem Theaterstück um, das 1999 in Stuttgart Premiere feierte. Die Dramatisierung wurde 2000 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Seitdem ist die Theaterarbeit ein wesentlicher Teil ihres Schaffens. In den Jahren 2000 bis 2002 und 2009 wurde sie zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Ihr Werk »Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen« (2013) wurde 2014 von der Zeitschrift »Theater heute« zum »Stück des Jahres« gewählt.

2013 war sie am Staatstheater Stuttgart bei ihrem Stück »Angst reist mit« erstmals als Ko-Regisseurin tätig. Auch im Oktober 2015 machte sie mit der Inszenierung ihres Dramas »How to sell a Murder House« am Zürcher Theater Neumarkt als Regisseurin auf sich aufmerksam. Sibylle Berg hat seit 2013 einen Lehrauftrag für Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste.

»Fragen Sie Frau Sibylle«

Einem breiten Publikum wurde Sibylle Berg als Spiegel Online-Kolumnistin bekannt. Ihre Kolumne »S.P.O.N. – Fragen Sie Frau Sibylle« löst regelmäßig Kontroversen im Netz aus, wo sie geliebt, gehasst und heftig diskutiert wird. Ein Sammelband unter dem Titel »Wie halte ich das alles nur aus?« wurde 2013 im Hanser Verlag herausgebracht.

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