»Gehen, ging, gegangen« ist ein Roman von Jenny Erpenbeck. Das Werk aus dem Jahr 2015 thematisiert die Situation von Flüchtlingen in Berlin. Aus heutiger Sicht kann der Protagonist Richard als Pionier der Willkommenskultur angesehen werden.

Gehen, ging, gegangen

Inhaltsangabe

Der Roman »Gehen, ging, gegangen« von Jenny Erpenbeck erschien 2015. Im Mittelpunkt steht die Situation einer Gruppe schwarzafrikanischer Flüchtlinge. Ort der Handlung ist Berlin von August 2013 bis zum Frühjahr 2014. Der Protagonist Richard, ein einsamer Pensionär, nimmt sich der Fremden an. In ihren Geschichten sucht er auch nach Antworten auf seine eigenen Lebensfragen.

Mit einem Protestcamp auf dem Berliner Oranienplatz fordern afrikanische Flüchtlinge Bleiberecht und Arbeit. Richard, ein frisch emeritierter Professor für Altphilologie, wird durch die Medien auf sie aufmerksam und sucht Kontakt mit ihnen. Angesichts der aussichtslosen Situation der Afrikaner, die inzwischen nach Absprachen mit dem Senat den Platz geräumt und verschiedene Unterkünfte bezogen haben, wird Richard zum Helfer und Handelnden. Er begleitet die Afrikaner bei Behördengängen, kauft für die Familie eines ghanaischen Flüchtlings ein Stück Land und macht aus seinem Haus für die inzwischen mit dem Ausreisebescheid konfrontierten Männer eine Heimunterkunft.

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Aufbau und Chronologie

Erpenbeck arbeitet in »Gehen, ging, gegangen« mit dem struktur-bildenden Element der Montage: sprachliche, stilistische und inhaltlich unterschiedliche Texte werden zusammengefügt und arrangiert.

Die Handlung (Narrativ) des überwiegend chronologisch erzählten Romans ereignet sich von August 2013 bis zum Frühjahr 2014.

Schauplatz ist Berlin.

Dies ist ein Auszug aus Königs Erläuterungen zu »Gehen, ging, gegangen«.

Hauptpersonen

Richard:

  • Hauptfigur des Romans;
  • um ihn gruppieren sich alle anderen Personen;
  • emeritierter Professor und Witwer, einsam;
  • unterstützt die Flüchtlinge.

Flüchtlinge:

  • Raschid (Nigerianer, „der Blitzeschleuderer”);
  • Osarobo (aus Niger, löst bei Richard Vatergefühle aus);
  • Karon Anubo (Ghanaer, muss seine Familie ernähren);
  • Awad (Ghanaer mit posttraumatischer Belastungsstörung);
  • Apoll, der Junge (Tuareg aus Niger, fasziniert Richard);
  • Ithemba (Nigerianer, Koch);
  • Rufu (aus Burkina Faso, zutiefst einsam).

Eine untergeordnete Rolle spielen Richards Freunde sowie weitere Nebenfiguren.

Dies ist ein Auszug aus Königs Erläuterungen zu »Gehen, ging, gegangen«.

Hintergrund des Romans

  • Jenny Erpenbeck wurde am 12. März 1967 in Berlin geboren, wo sie derzeit lebt.
  • Zeitgeschichtlicher Hintergrund ihres Romans ist die Besetzung des Berliner Oranienplatzes durch afrikanische Flüchtlinge von Oktober 2012 bis April 2014.
  • »Gehen, ging, gegangen« ist der deutschen Gegenwartsliteratur zuzuordnen.
Dies ist ein Auszug aus Königs Erläuterungen zu »Gehen, ging, gegangen«.

Stil und Sprache

Jenny Erpenbeck arbeitet mit

  • einer einfachen, zurückgenommenen Erzählersprache,
  • einer individuell geprägten Figurensprache,
  • wechselndem Erzählverhalten (auktorial dominiert).
  • erlebter Rede,
  • Motivwiederholungen mit verknüpfender Funktion.
Dies ist ein Auszug aus Königs Erläuterungen zu »Gehen, ging, gegangen«.

Interpretationsansätze

Folgende Interpretationsansätze bieten sich an:

  • Flucht und Vertreibung
  • Über das Wesen der Zeit
Dies ist ein Auszug aus Königs Erläuterungen zu »Gehen, ging, gegangen«.
Veröffentlicht am 14. April 2018, zuletzt aktualisiert am 17. April 2018.