Fjodor Michailowitsch Dostojewskij wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren. Seine Familie war adelig, wenngleich kaum von großem Reichtum. In Moskau praktizierte sein Vater als Arzt, seine Mutter stammte aus einer Kaufmannsfamilie. Dostojewskij erhielt eine grundsätzlich gute Ausbildung, sprach Französisch und besuchte ein angesehenes Internat in Moskau.
1844 veröffentlichte der introvertierte Autor seinen ersten Roman »Arme Leute«, welcher sich als großer Erfolg erwies. Auf Grund seiner Kontakte zu revolutionären Gruppierungen sollte Dostojewski 1849 hingerichtet werden. Auf dem Richtplatz begnadigt, verbrachte er die nächsten vier Jahre in sibirischer Verbannung, was ihn zum Roman »Aufzeichnungen aus einem Totenhaus« inspirierte. Nach der Entlassung aus Sibirien ist eine deutliche Abkehr des Autors von westeuropäisch beeinflussten, revolutionären Gesinnungen erkennbar.
1866 erschien der Roman »Schuld und Sühne«, welcher autobiographische Züge trägt, da sich die Hauptfigur, parallel zum Autor selbst, gegen Ende dem Christentum zuwendet. Unter anderem aufgrund seiner Spielsucht hoch verschuldet, lebte Dostojewski zwischen 1867 und 1871 in Deutschland und der Schweiz. 1868 erschien der Roman »Der Idiot« und 1880 »Die Brüder Karamasow«.
Fjodor Dostojewski, der von frühester Jugend an an Epilepsie litt, verstarb 1881 in St. Petersburg. Angeblich wohnten 60,000 Menschen seiner Beerdigung bei.