Max Rudolf Frisch (1911 – 1991) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt.

Biografie

Der Schweizer Schriftsteller und Architekt Max Frisch wurde 1911 in Zürich geboren. Zunächst studierte er Germanistik, brach das Studium jedoch ab, um später ein Architekturstudium zu absolvieren. Hin- und hergerissen zwischen bürgerlicher und künstlerischer Existenz, die für ihn unvereinbar waren, verbrannte er, als er mit seiner Arbeit als Architekt begann, seine bisherigen Schriften – wurde jedoch umgestimmt, als er schon 1938 den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis für seine ersten schriftstellerischen Arbeiten erhielt. Bis zu Beginn der 1950er Jahre blieb Frisch zerrissen zwischen der Lebensform als Architekt und Familienvater und der als freier Schriftsteller. Als er 1954 mit seinem Jahrhundertroman »Stiller« den literarischen Durchbruch schaffte, verließ er seine Familie, um eine unabhängige Existenz als Autor zu führen.

Weitere bedeutende Romane Max Frischs sind »Homo faber« (1957) und »Mein Name sei Gantenbein« (1964), die ebenso wie viele seiner Erzählungen um die Frage nach der postmodernen Identität und der Konstruktion der eigenen Biografie kreisen. Auch Frischs Dramen (»Don Juan oder die Liebe zur Geometrie«, 1953, »Biedermann und die Brandstifter«, 1958) gehören zu den wichtigsten Werken deutschsprachiger Literatur des 20. Jahrhunderts. Frisch erhielt zahlreiche hohe literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Er starb im Jahre 1991 in seiner Heimatstadt Zürich.

Werke von Max Frisch (Auswahl)

1954
»Stiller«
Roman
1958
»Biedermann und die Brandstifter«
Drama
1961
»Andorra«
Drama
1968
»Biografie: Ein Spiel«
Drama
1975
»Montauk«
Erzählung

Zitate von Max Frisch

»Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält, oder ein ganze Reihe von Geschichten.«
Max Frisch, »Mein Name sei Gantenbein«
»Eifersucht ist Angst vor dem Vergleich.«
Max Frisch
»Krise ist ein produktiver Zustand. Mann muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.«
Max Frisch

Inhaltsangaben