Frank Wedekind (1864–1918) war ein bekannter deutscher Schriftsteller und Dramatiker der Moderne. In seinen Theaterstücken übte er scharfe Gesellschaftskritik. Viele seiner Texte wurden als unsittlich empfunden und zeitweise zensiert. Dennoch gehörten Wedekinds Dramen zu den am häufigsten gespielten vor und nach dem Ersten Weltkrieg.

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Biografie

Frank Wedekind wurde am 24. Juli 1864 als Benjamin Franklin Wedekind in Hannover geboren. Ab seinem achten Lebensjahr verbrachte er seine Kindheit in der Schweiz. Das Studium der Rechtswissenschaften brach er ebenso ab wie zuvor das der deutschen und französischen Literatur.

Wedekind arbeitete als Schriftsteller, Journalist, Kabarettist, Dramatiker und Schauspieler. Er war Mitbegründer der Satirezeitschrift »Simplicissimus« und trat in München als Kabarettist auf. Mit seinen Theaterstücken, in denen er auch als Schauspieler mitwirkte, provozierte er das bürgerliche Publikum. Er übte scharfe Kritik an dessen Scheinmoral, zudem an schulischer Dressur und dem Leugnen von Gefühlen, wie zum Beispiel in seinem Drama »Frühlings Erwachen«. Obwohl er unter anderem der Pornographie in seinen Werken bezichtigt wurde – deshalb wurde das 1890/91 entstandene »Frühlings Erwachen« erst 1906 zur Aufführung freigegeben – und stets im Kreuzfeuer der Kritik stand, gehörte er zu den meistgespielten Dramatikern seiner Zeit.

Auch sein Privatleben mit wechselnden Partnerinnen, mit denen er mehrere Kinder hatte, entsprach nicht den Konventionen der wilhelminischen Epoche. Wedekind starb am 9. März 1918 in München und selbst seine Beisetzung in München wurde ein gesellschaftlicher Skandal.

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