Hans Theodor Woldsen Storm (1817 – 1888) war ein deutscher Schriftsteller und Dichter. Er gilt als eine der wichtigsten Figuren des deutschen Realismus.

Inhaltsverzeichnis

  1. Biografie
  2. Inhaltsangaben

Biografie

Theodor Storm wurde 1817 in der nordfriesischen Kleinstadt Husum geboren, der er mit einem seiner berühmtesten Gedichte, »Die Stadt«, 1852 ein Denkmal setzte. Bereits als Schüler schrieb Theodor Storm Gedichte und kurze Prosatexte, die in lokalen Zeitungen wie dem »Eiderstedter Boten« veröffentlicht wurden. Nach dem Jurastudium in Kiel und Berlin kehrte er 1843 nach Husum zurück, wo er eine Anwaltskanzlei eröffnete. Dies war jedoch nicht die Endstation seiner Laufbahn: Da er trotz des deutsch-dänischen Friedensschlusses von 1850 eine dänenfeindliche Haltung einnahm, wurde ihm die Advokatur entzogen und er durchlebte unruhige Jahre in Potsdam und Thüringen. Erst nach dem deutschen Sieg über Dänemark 1864 kehrte er in seine Heimat zurück und wurde nun sogar zum Landvogt berufen.

Storm gehört zu den Vertretern des deutschen Realismus, wobei in der Literaturwissenschaft immer wieder diskutiert wird, ob Novellen wie »Immensee« (1849), »Pole Poppenspäler« (1874), »Hans und Heinz Kirch« (1882) oder »Der Schimmelreiter« (1888) der Weltliteratur zuzurechnen sind oder doch eher der Heimatliteratur, freilich auf höchstem Niveau.

1888 starb Theodor Storm auf seinem Alterssitz in Hademarschen und wurde auf dem Husumer Friedhof beerdigt. Im Husumer Schlosspark befindet sich eine Denkmalbüste Storms, die zehn Jahre nach seinem Tode enthüllt wurde.

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