Iphigenie auf Tauris

Glossar

  • Hain (V. 2)

    Kleiner lichter Wald, Gehölz.
  • Mitgeborne (V. 21)

    Geschwister.
  • Tochter Zeus‘ (V. 43)

    Diana.
  • Lethes (V. 113)

    Die Lethe ist in der griechischen Antike einer der Flüsse, die in die Unterwelt führen. Das griechische Wort bedeutet übersetzt »Vergessen« oder »Vergessenheit«. Man glaubte, dass derjenige, der Wasser aus der Lethe trinkt, seine Erinnerung verliert und erst dadurch Eingang in das Reich der Toten erhalten konnte.
  • Skythe (V. 164)

    Die Skythen waren ein Volk von Reiternomaden, die etwa vom 8.–3. Jh. v. Chr. Teile des heutigen Südrusslands und der Ukraine besiedelten. Sie wurden im 4/3. Jh. v. Chr. von den Sarmaten unterworfen. Einzelne Stammesverbände konnten sich jedoch auf die heutige Krim, das antike Tauris, retten und lebten dort noch bis ins 3. Jh. n. Chr.
  • Gerochen (V. 237)

    Alte Form von »gerächt«; das Verb »rächen« wurde früher stark flektiert.
  • Von Jovis Tisch (V. 324)

    Von Jupiters Tisch. Jupiter ist die römische Entsprechung von Zeus, der Genitiv des Namens lautet Jovis.
  • Titanen (V. 328)

    Mächtiges und ältestes Göttergeschlecht der griechischen Mythologie, das noch vor den olympischen Göttern herrschte.
  • Oheim (V. 370)

    Altes Wort für »Onkel«.
  • Raub der schönsten Frau (V. 414)

    Hier wird auf den berühmten Raub der schönen Helena durch den trojanischen Prinzen Paris im Trojanischen Krieg angespielt. Helena ist die Schwägerin Agamemnons und gehört somit auch zur Familie Iphigenies.
  • Kalchas (V. 423)

    Griechischer Seher und Priester.
  • Orkus (V. 636)

    Herrscher der Unterwelt in der römischen Mythologie, hier als Synonym für die Unterwelt als solche verwendet.
  • Ulyssen (V. 762)

    Akkusativform von Ulysseus (= anderer Name für Odysseus, den König von Ithaka und größten Helden des Trojanischen Krieges).
  • Olymp (V. 764)

    Der Olymp ist mit fast 3.000 Metern Höhe das höchste Gebirge Griechenlands und galt in der griechischen Antike als Wohnsitz der Götter. Aber auch menschliche Helden wie Herakles wurden laut antiker Vorstellung nach ihrem Tod in den Olymp aufgenommen.
  • Amazonen (V. 777)

    Kriegerischer Frauenstamm der griechischen Mythologie. Im trojanischen Krieg unterstützten die Amazonen unter ihrer Königin Penthesilea die Trojaner und fügten den Griechen herbe Verluste zu, ehe diese schließlich siegten.
  • Acheron (V. 1062)

    Einer der fünf Flüsse der Unterwelt in der griechischen Mythologie (vgl. »Lethe«), die in das Totenreich führen. Die Seelen der Verstorbenen müssen ihn mithilfe eines Fährmanns (Charon) überqueren, um in das Reich der Toten, den Hades, zu gelangen.
  • Gorgone (V. 1162)

    Die Gorgonen waren in der griechischen Mythologie die drei Schwestern Medusa, Stheno und Euryale; geflügelte Schreckgestalten, die Schlangen anstelle von Haaren auf ihren Köpfen trugen. Ihr Anblick war so fürchterlich, dass jeder, der sie ansah, zu Stein erstarren musste.
  • Herkules (V. 1178)

    Lateinischer Name des griechischen Helden Herakles, der für seine ungeheure körperliche Stärke berühmt war. Herakles war der Sohn des Göttervaters Zeus und seiner menschlichen Geliebten Alkmene und folglich ein Halbgott.
  • Parze (V. 1340)

    Schicksalsgöttin in der römischen Mythologie. Die drei Parzen sind für den Lebensfaden des Menschen verantwortlich: Nona spinnt ihn, Decima bestimmt seine Länge und Morta durchtrennt ihn wieder.
  • Dem goldnen Felle (V. 2104)

    Bezieht sich auf das sagenumwobene »Goldene Vlies«, das wertvolle Fell des goldenen Widders Chrysomeles, um das sich viele Geschichten der griechischen Mythologie ranken.
Text von Dr. Susanne Niemuth-Engelmann. Veröffentlicht am 13. Januar 2023. Zuletzt aktualisiert am 13. Januar 2023.