Der Student Anselmus ist ein Tollpatsch. Als er am Himmelfahrtstag in den Korb einer Marktfrau rennt, muss er sich von ihr Flüche und Beschimpfungen anhören. Er flüchtet unter einen Holunderbusch an der Elbe, wo ihm drei goldgrüne Schlangen begegnen. Eine davon hat dunkelblaue Augen. Anselmus kann sich ihrem Blick nicht entziehen. Eine ungekannte Sehnsucht wird in ihm entfacht.
Seinen Freunden, wie dem Konrektor Paulmann, ist sein träumerisches Verhalten suspekt. Der Registrator Heerbrand schlägt ihm eine Stelle beim Archivarius Lindhorst vor, wo er sein Talent des Schönschreibens beim Kopieren von Manuskripten unter Beweis stellen kann. Den Archivarius beschreibt er als sonderbaren Antiquar und Chemiker. Anselmus ist hocherfreut und will das Angebot wahrnehmen, doch er begegnet am Haus des Archivarius erneut dem Apfelweib in Form eines Türklopfers und wird ohnmächtig.
Erst die Begegnung mit dem Archivarius am Holunderbusch ermöglicht den beiden, sich ehrlich vorzustellen. Der Archivarius Lindhorst glaubt Anselmus’ Geschichten und erklärt darüber hinaus, dass die goldgrünen Schlangen seine Töchter seien. Er selbst gibt in Erzählungen zum Besten, von einer Feuerlilie abzustammen. Ein Zauberspiegel erlaubt es Anselmus, Archivarius’ Tochter Serpentina wiederzusehen und motiviert ihn, die Arbeit bei ihm aufzunehmen.
Veronika, die Tochter des Konrektor Paulmanns, schwärmt für den Studenten, insbesondere nach den Worten des Registrators, dass Anselmus das Zeug zum Hofrat hätte. Im Gespräch mit ihrer Freundin Angelika erfährt sie von der alten Rauerin, die hellseherische Fähigkeiten habe. Noch am selben Abend sucht Veronika sie auf und ist von der Behausung und dem Auftreten der Alten entsetzt. Als Veronika gehen will, behauptet die Alte, ihre alte Wärterin Liese zu sein. Der Archivarius sei ihr Feind. Sie gewinnt das Vertrauen des Mädchens und verspricht ihr, in ihrer Angelegenheit zu helfen. Doch Veronika müsse Standhaftigkeit beweisen.
Anselmus hat inzwischen das Haus des Archivarius aufgesucht und wird von ihm durch seine imposanten und wunderbaren Räumlichkeiten geführt. Zu diesen zählen ein Zaubergarten sowie ein blauer Raum, in dessen Mitte ein goldener Topf aufgestellt ist. Darin spiegelt sich nicht nur Anselmus selbst, sondern noch weitere Gestalten, auch Serpentina. Der Archivarius führt ihn jedoch fort in ein Studierzimmer, wo Anselmus mit seiner Arbeit beginnt. Anfangs muss er sich noch mühen, doch schnell gelingt ihm das Kopieren mit Serpentinas Hilfe. Anselmus erfährt, dass er den goldenen Topf gewinnt, wenn er Serpentina heiratet. Doch dafür muss er seine Treue beweisen.
Veronika führt in der Nacht von Grauen gepackt den Zauber mit der Alten durch. Als sie kurz nach dem Ritual von einem gigantischen Adler unterbrochen werden, wacht sie in ihrem Zimmer auf. Bei sich hat sie einen kleinen Metallspiegel, das Geschenk der Alten, durch den sie Anselmus sehen und mit ihm kommunizieren kann.
Anselmus hat die Zufriedenheit des Archivarius gewonnen und soll sich an ein kompliziertes Manuskript im blauen Zimmer wagen. Dort erscheint ihm Serpentina in Gestalt eines Mädchens und erzählt ihm ihre Geschichte. Ihr Vater ist eigentlich ein Salamander, der aus der Geisterwelt vertrieben wurde und nun als Mensch leben muss. Erst wenn jede seiner drei Töchter mit einem Jüngling verheiratet ist, der für die mystische Welt offen ist, kann er in diese zurückkehren. Serpentina appelliert an Anselmus’ Glauben und Liebe zu ihr. Sie warnt ihn außerdem vor der Alten. Das Manuskript ist auf wunderliche Weise fertiggestellt.
Für Anselmus sind die Arbeitsstunden im Haus des Archivarius die schönsten des Tages. Trotzdem muss er vermehrt an Veronika denken. Er trifft auf den Konrektor Paulmann und wird von ihm überredet, den Tag bei ihm statt beim Archivarius zu verbringen. Als er in Veronikas Metallspiegel blickt, wird ihm bewusst, dass er sich die Bilder von Serpentina und dergleichen nur eingebildet hat. Er hat nur Augen für Veronika. Punsch sorgt für einen ausgelassenen Abend. Als jedoch ein Gehilfe des Archivarius in Gestalt eines Papageis das Bedauern seines Herrn über Anselmus’ Abwesenheit berichtet, wird dieser von Entsetzen gepackt. Am nächsten Tag scheinen ihm die Räumlichkeiten des Antiquars gar nicht mehr sonderbar. Doch beim Kopieren des Manuskripts unterläuft ihm ein Fehler mit fatalen Folgen. Anselmus ist in einer Kristallflasche eingesperrt.
Anselmus erkennt seinen Fehler, Serpentina vergessen zu haben und gesteht seine Liebe zu ihr. Die Alte taucht auf und stiehlt den goldenen Topf. Darauf kommt es zum Kampf zwischen ihr und dem Archivarius, den letzterer gewinnt. Anselmus wird aufgrund seiner Rückbesinnung und Treue aus der Kristallflasche befreit und landet in Serpentinas Armen. Auch Veronika besinnt sich. Sie schwört allen bösen Geistern ab und heiratet den Registrator Heerbrand, der zum Hofrat ernannt wurde.
Der Erzähler hadert mit einem guten Ende für seine Geschichte. Er erhält einen Brief vom Archivarius Lindhorst, der ihn zu sich nach Hause einlädt, um so die Möglichkeit zu erhalten, Anselmus’ Glück mit eigenen Augen zu sehen. Dieser ist in das fantastische Reich Atlantis eingekehrt, wo er mit seiner geliebten Serpentina in vollkommenem Glück lebt. Der Erzähler beneidet Anselmus darum. Doch Archivarius legt ihm die Kraft der Poesie ans Herz, die ebenfalls zu einer solchen Welt führen mag.